Vom 13. Juli bis zum 15. September 2013

Die Ausstellung Kimonos und Samurais, nimmt Sie mit auf eine Zeitreise durch Japans Künste, Kultur und Tradition. Sie wird von Alessandro Schiavetti, dem künstlerischen Leiter der Geiger-Stiftung, kuratiert. Samurairüstungen, Kimonos, Schwerter und verschiedene Accessoires, die zur traditionellen Ausstattung von Frauen und Kriegern gehören, werden ebenso zu sehen sein wie eine Reihe wertvoller ukiyo-e-Drucke.

In der japanischen Kultur verkörpern die Künste am besten das fortwährende Streben nach Gleichgewicht und Harmonie, das sich in der Klarheit und Beherrschtheit der Gesten der Meister und in den technischen Fertigkeiten bemerkbar macht. Nicht umsonst ist Ästhetik im Fernen Osten ein wesentlicher Bestandteil des Alltags, und verläuft kein Bruch zwischen den schönen Künsten und dem Handwerk.

Der Künstler ist der eifrige Bewahrer einer mit Hingabe erlangten Weisheit, die er seinerseits wieder an einen würdigen Schüler weitergeben wird. Auf diese Weise kann das Hindernis der Zeit überwunden werden. Die Schönheit und die Anmut, die in der Ausgestaltung der Kimonos, der traditionellen Kleidungsstücke japanischer Männer und Frauen, zum Ausdruck kommen; die Gelassenheit und die Konzentration auf das Wesentliche, die japanische Gemälde und Drucke vermitteln; die Funktionalität und die Furcht einflößende Stattlichkeit der Rüstungen der Samurai und ihrer grotesk deformierten kabuto-Helme und mempō-Masken sowie das perfekte Gleichgewicht ihrer Schwerter: all dies sind unterschiedliche Erscheinungsformen ein und desselben ästhetischen Bestrebens.

Asymmetrie, Schlichtheit, Strenge, Natürlichkeit, Freiheit, Ruhe und das Streben nach Tiefe sind die sieben Prinzipien der Zenästhetik, welche unter allen fernöstlichen Philosophien wohl den stärksten Einfluss auf die Künste ausgeübt hat.

Die scheinbar unüberbrückbare Kluft zwischen denjenigen Künsten, die mit Kraft und der männlichen Sphäre, und jenen, die mit Anmut und dem Weiblichen in Verbindung gebracht werden, wird auf diese Weise als Konstruktion entlarvt und die beiden Pole gehen in der Schönheit und im rituellen Gestus eine erhabene Synthese ein.
Die Ausstellung ist ein Rundgang durch die subtile und komplexe Symbolik des traditionellen Japans mit seinen Meisterwerken angewandter Kunst. Die Exponate stellen der Mailänder Antiquar Giuseppe Piva (Samurairüstungen aus der Edo-Zeit, tsuba, netsuke und Wandschirme der Rimpa-Schule), das Atelier „Antike Kimonos“ von Gloria Gobbi (kimono, haori und obi), Paolo Cammelli (altertümliche und moderne Schwerter) und Giancarlo Mariani (ukiyo-e-Drucke und kakemono) zur Verfügung.
Sie sind eingebettet in szenische Nachbildungen traditioneller japanischer Häuser und Gärten.

Hermann Geiger Cultural Foundation, Exhibition Hall
Piazza Guerrazzi 32, I-57023 Cecina, Livorno
Opening hours: daily from 6 to 11 p.m. – Free admission

 

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