Ein Jahr nach der Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner in Davos, die einen der großen Meister der Kunst des 20. Jahrhunderts nach Cecina gebracht hat, präsentiert die Kulturstiftung Hermann Geiger dem Publikum nun einen weiteren außergewöhnlichen Künstler von internationalem Rang: In den Ausstellungsräumen an der Piazza Guerrazzi werden von Dezember 2018 bis Februar 2019 Lithografien von Alberto Giacometti zu sehen sein, den man hauptsächlich durch seine in ihrer scheinbaren Verwitterung an etruskische Kunst erinnernden schlanken Skulpturen kennt.

 

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Die Werke sind eine Hommage Giacomettis an Paris, jene Stadt, die ihn nach seinem Fortgang aus seinem Geburtsland, der Schweiz, aufnahm. Es besteht aus 150 Bildern, die zwischen 1958 und 1965 entstanden und auf denen er mit dem Lithografiestift nach der Natur Boulevards, Gebäude, Kirchen und Monumente, aber auch Cafés, sein Atelier sowie Portraits seines Bruders Diego, seiner Frau und der Prostituierten, mit denen er sich häufig umgab, zeichnete. Die Werke sind zusammen mit einem unvollendeten Text im Buch Paris sans fin enthalten, das im Jahr 1969 posthum von Tériade herausgegeben wurde. In diesem Buch, das als regelrechtes künstlerisches Testament gehandelt wird, vertraut sich Alberto Giacometti einem Medium an, das keine Radierungen und nachträglichen Änderungen zulässt, was als Versuch gewertet werden kann, eine verloren gegangene Unmittelbarkeit des künstlerischen Ausdrucks wiederzufinden.

Die Ausstellung Paris sans fin. Original-Lithografien von Alberto Giacometti ist vom 1. Dezember 2018 bis zum 24. Februar 2019 täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wird von Klaus Littmann kuratiert und enthält Werke aus der Sammlung von Carlos Gross.

Paris sans fin. Original-Lithografien von Alberto Giacometti
1. Dezember 2018 ‒ 24. Februar 2019
Täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet
Kulturstiftung Hermann Geiger
Piazza Guerrazzi 32/33, Cecina (Livorno)
Eintritt frei

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