Segelschiffe. Große Geschichten von hoher See

Segelschiffe. Große Geschichten von hoher See
7. Juli – 16. September 2018
Täglich von 18 bis 23 Uhr
Kulturstiftung Hermann Geiger
Piazza Guerrazzi 32, Cecina (Livorno)
Eintritt frei

Fünf unvergessliche Jahrhunderte lang hat der Mensch mit Segelschiffen die Weltmeere befahren - und dabei nicht nur immer weiter die Welt erkundet, sondern auch die Kunst der Segelschifffahrt vorangetrieben. Vom fünfzehnten bis ins neunzehnte Jahrhundert waren die Weltmeere Schauplatz kühner Erkundungsfahrten, tödlicher Kriege um die Vorherrschaft zur See sowie kultureller Begegnungen und Handelsbeziehungen, die unsere Wahrnehmung von Raum und Entfernung verändert und die Menschen immer mehr für die Begegnung mit dem exotischen Anderen geöffnet haben. Die Ausstellung Segelschiffe. Große Geschichten von hoher See der Kulturstiftung Hermann Geiger will diese einzigartigen Heldengeschichten nacherzählen und stellt dazu Modelle berühmter Schiffe, Panoramabilder, Nachbauten, wissenschaftliche Instrumente und Segelutensilien aus.

Von den Erkundungsfahrten der Portugiesen entlang der afrikanischen Küste, mit denen der Seeweg nach Indien am Kap der Guten Hoffnung vorbei geebnet wurde, bis hin zur „zufälligen“ Entdeckung Amerikas durch die Spanier; von den Expeditionen, die genaue Karten der Küstenlinien Ozeaniens lieferten, bis hin zur wagemutigen Entdeckungsfahrt durch die bis dahin nie durchquerte Nordwestpassage: Mit diesen Themen wird es im ersten Teil der Ausstellung um Schiffe gehen, die den Globus umsegelten, mühsam Strich für Strich die Küstenlinien auf den noch weißen Flecken der Weltkarte weiter zogen und so den Europäern die Augen für neue Völker, Bräuche, Tiere, Pflanzen und Waren öffneten. Im zweiten Teil der Ausstellung dreht sich alles um die Machtverhältnisse zwischen den europäischen Seemächten: Hier werden nicht nur Modelle der immer mächtigeren und tödlicheren Kriegsschiffe zu sehen sein, sondern auch Modelle der beeindruckenden Admiralsschiffe, die mit ihren reichen Verzierungen die Macht der Flotten der jeweiligen Länder repräsentieren sollten. Nicht alle Konflikte zur See endeten in offenen Schlachten; bisweilen gab man sich auch damit zufrieden, feindliche Mächte mit von höchster Stelle genehmigten Kaperfahrten nach Piratenart in die Schranken zu weisen. Daher befasst sich ein Teil der Ausstellung auch mit Kaperei und Piraterie. Und schließlich wird es auch um segelnde Handelsschiffe gehen, die noch die entferntesten Küstenstädte plötzlich in Reichweite brachten und den Zugang zu heiß begehrten und wertvollen exotischen Waren eröffneten. Viele der frühen großen Erkundungsfahrten hatten nämlich genau dies zum Ziel.

Vom 7. Juli bis zum 16. September erzählen wir in den Ausstellungsräumen der Geigerstiftung auf der Piazza Guerrazzi 32 die Geschichten ausgewählter berühmter Segelschiffe: Mit dabei sind die Santa María von Christoph Columbus, die als erstes europäisches Schiff die Küste Amerikas erreichte, die Victory von Admiral Nelson, die an der Schlacht von Trafalgar beteiligt war, die Golden Hind, befehligt von Kapitän und Kaperfahrer Francis Drake, die Beagle, die Brigg, auf der Charles Darwin seine Forschungen durchführte, mit denen er die Grundlagen der modernen Biologie legte, der Klipper Cutty Sark, der im Wollhandel auf der Strecke zwischen London und Melbourne verkehrte und es an Geschwindigkeit mit den Dampfschiffen seiner Zeit aufnehmen konnte, u.v.a.m. Dank der Zusammenarbeit mit Modellbauern, Vereinen und privaten Sammlern ist es uns gelungen, eine Ausstellung zu entwerfen, die das goldene Zeitalter der Segelschifffahrt behandelt und große Geschichten von hoher See erzählt. Als Besucher begegnen Sie meisterlichen Zeugnissen des Schiffbaus und unerschrockenen Seglern, die auf der Suche nach dem Unbekannten noch den schlimmsten Stürmen, Gefahren und Entbehrungen zur See die Stirn boten, um ihren Beitrag zur Weltgeschichte zu leisten.

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