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Nackt! Schätze aus dem Antikenmuseum Basel
Kurator: Tomas Lochman (Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig)
Kulturstiftung Hermann Geiger
Piazza Guerrazzi 32, Cecina (Livorno)
22. Juni – 13. Oktober 2019
Täglich geöffnet
Öffnungszeiten 22. Juni ‒ 8. September: von 18:00 bis 23:00 Uhr
Öffnungszeiten 9. September ‒ 13. Oktober: von 16:00 bis 20:00 Uhr
Eintritt frei

Die meisten antiken Kulturen des Mittelmeerraums und des Mittleren Ostens kennen das prägende Motiv des unverhüllten Körpers; in jüngster Zeit, jedoch, sind wir in Museen und den sozialen Netzwerken zu Zeugen von Zensurhandlungen geworden, die sich gegen künstlerische Darstellungen von Nacktheit gerichtet haben. Die Ausstellung Nackt! Schätze aus dem Antikenmuseum Basel mit ihren etwa 70 mesopotamischen, ägyptischen, griechischen, etruskischen und römischen Exponaten will ein Denkanstoß sein und – unter religiösen, gesellschaftlichen und politischen Gesichtspunkten – ergründen, warum der menschliche Körper im Laufe der Jahrhunderte auf diese Weise dargestellt wurde.

Nackt!

Aktdarstellungen von Männern und Frauen, Helden und Göttern finden sich in den antiken Kulturen des Mittleren Ostens und des Mittelmeerraums, vor allem der griechischen, wo sie zu einer der höchsten Ausdrucksformen der bildenden Kunst aufstiegen. Heute aber wirken sich die politische Debatte über die Rolle der Frau, die Gender studies an den Universitäten und zuletzt auch das virale Phänomen #MeToo direkt und in gewisser Hinsicht überraschend auch auf die Kunstwelt aus. Trotz der unbestreitbaren Relevanz dieser Bewegungen stimmen Fälle, in denen Aktdarstellungen in renommierten europäischen Museen und den sozialen Netzwerken im Namen einer falsch verstandenen «political correctness» beiseitegeschafft oder verdeckt wurden, doch ratlos.

Die Darstellung von Blöße ist so alt wie die Kunst selbst. Sie ist zur Botschaft und zum Symbol nicht nur für Erotik geworden und hat eine Vielzahl von Bedeutungen angenommen, die stets das Subjekt emporheben und es als unbesiegbar, heldenhaft, unsterblich, verletzlich, sinnlich oder in völligem Einklang mit der Natur darstellen. Nackt! Schätze aus dem Antikenmuseum Basel hat zum Ziel, anhand zahlreicher Exponate aus der Schweizerischen Sammlung zu ergründen, warum der menschliche Körper in verschiedenen Epochen und Zusammenhängen auf diese Weise dargestellt wurde.

Zur Ausstellung

Die von Tomas Lochman kuratierte und vom Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig konzipierte Ausstellung wird in Italien in für die Räume der Kulturstiftung Hermann Geiger angepasster Form zu sehen sein. Sie steht unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Cecina, der Region Toskana und der Schweizerischen Botschaft in Italien.
Begleitet wird die Ausstellung von einem zweisprachigen Katalog mit wichtigen wissenschaftlichen Beiträgen und Fotos der Ausstellungsstücke. Der Eintritt zur Ausstellung Nackt! Schätze aus dem Antikenmuseum Basel ist frei. Die Ausstellung ist vom 22. Juni bis zum 13. Oktober 2019 täglich geöffnet (Öffnungszeiten bis zum 8. September: 18-23 Uhr; ab dem 9. September 16-20 Uhr).

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Katalog

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